Ein Ritt mit dem Seepferdchen

Familie: Syngnathidae
Lateinischer Name: Hippocampus zosterae
Nahe Verwandte: Andere Seepferdchen, Seenadel, Fetzenfische

Bild: Tigerschwanz-Seepferdchen (fotografiert auf Similan Islands - Thailand)

Allgemeines

Das Seepferdchen ist verwandt mit den Seenadeln und gehört zur Familie der Syngnathidae. Es gibt an die 35 verschiedene Arten von Seepferdchen weltweit. Der lateinische Name des Seepferdchens kommt eigentlich aus dem griechischen und bedeutet soviel wie gebeugtes Pferd. Abhängig von der Art erreichen sie eine Länge von 5 bis 36 cm (2 - 14 in.). Seepferdchen findet man in temperierten Gewässern als auch im tropischen Meer. Das Langschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus reidi) und das Nordische Seepferdchen (Hippocampus erectus) sind sowohl in der Karibik zu finden als auch im westlichen Atlantik. Das Gemeine Seepferdchen (Hippocampus guttulatus) kommt im Mittelmeer vor und ist auch in den wärmeren Gegenden des Atlantik zu finden. Das Gelbe Seepferdchen (Hippocampus kuda) gibt es hier bei uns in Thailand und im gesamten Indo-Pacific. Das Pacific Seepferdchen dagegen (Hippocampus ingens) kommt nur im östlichen Pazifik vor (von Kalifornien bis Peru). Seepferdchen sind gut getarnt im Seegras, zwischen Korallen und Schwämmen zu finden und verankern sich oft mit dem Schwanzende an diesen. Der relativ kleine Mund sitzt am Ende einer langen röhrenartigen Schnauze und damit werden Plankton und kleine Fischlarven eingesaugt. Seepferdchen werden als gefrässig und gierig beschrieben.

Sie schwimmen aufrecht, winzige Brustflossen an jeder Seite und eine kleine Rückenflosse werden flügelschlagartig und unheimlich schnell bewegt und tragen so das Tierchen durchs Wasser. FeindeViele grössere Fische ernähren sich von Seepferdchen, Jungtiere werden auch von Krustentieren und Anemonen gefressen. Der bedrohlichste Feind ist aber wieder einmal der Mensch. Seepferdchen sind leicht zu fangen, da sie Menschen gegenüber überhaupt keine Scheu zeigen. Sie werden getrocknet, zu Souvenirs und Schmuck verarbeitet und dienen in der chinesischen Medizin zur Heilung der verschiedensten Krankheiten - und natürlich auch als Potenzmittel. Auch als Aufputz von Aquarien werden sie gerne verwendet und haben sie dadurch binnen kürzester auf die Liste der gefährdeten Arten gebracht.
Im Moment sind mindestens 40 Länder am Handel mit ca. 20 Millionen getrockneten und einigen hunderttausenden lebenden Seepferdchen beteiligt.

In Amerika wurde ein "Project Seahorse" gestartet, das versucht durch Aufklärung und Schutz das Fortbestehen dieser Arten zu sichern und gleichzeitig den Bedarf der Menschen daran zu respektieren.

Aussehen

Das Pygmäen- oder Zwerg-Seepferdchen kann eine breite Farbpalette von schwarz über grün bis gelb und braun vorweisen. Diese Zwege werden von 2 bis 4½ Zentimeter. Andere Verwandete dieser Familie können bis 35 Zentimeter gross werden, zum Beispiel der Geisterfetzenfisch.

Vermehrung

Die winzigen neugeborenen Seepferdchen sind voll entwickelt und vollkommen selbständig. Sie werden sofort aus der elterlichen Pflege entlassen und sorgen für sich selbst. Erwachsen und fortpflanzungfähig sind sie mit ungefähr sechs Monaten.

Lebensdauer

Über die genaue Lebensdauer dieser kleinen zauberhaften Kreaturen ist nicht sehr viel bekannt, man schätzt je nach Art zwischen ein und vier Jahren.

Status

Das World Conservation Monitoring Centre's IUCN Red List of Threatened Animals hat das Zwergseepferdchen bereits auf die Liste der gefährdeten Arten gesetzt. Das heisst, dass es in der nahen und mittleren Zukunft vom Aussterben bedroht ist. Seepferdchen können sich nicht schnell genug fortpflanzen, um die unheimlichen Mengen die abgefischt werden schnell genug zu ersetzen.

Im Gegensatz zu den meisten Fischen haben Seepferdchen und ihre Verwandten keine Schuppen. Sie haben knochige Platten unter der Haut, die wie ein Panzer gegen Feinde schützen. Das macht sie aber auch eher unbeweglich, sie schwimmen daher nicht "wellenförmig" wie andere Fische, sondern bewegen sich in diesem ihnen eigenen Schwimmstil.
Seepferdchen sind monogam. Ein Männchen und ein Weibchen schliessen während der Paarungszeit einen Bund und paaren sich wiederholt und ausschliesslich miteinander.

 

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